Bericht: Spatenstich für die neue Rettungszentrale des ASBÖ Frankenfels
Ein historischer Tag für den Rettungsdienst und die Sicherheit im Pielachtal und darüber hinaus: Am 26. Mai 2026 fiel der offizielle Startschuss für den Bau der neuen, hochmodernen Rettungszentrale des Samariterbundes Frankenfels/Schwarzenbach. Nahe dem Ärztezentrum (Hofstadtgegend) entsteht in den kommenden Monaten ein zukunftsweisender Stützpunkt, der die medizinische Versorgung der Region langfristig auf ein neues Level hebt.
Hochwassersicher und zukunftsorientiert: Warum der Neubau notwendig ist
Die bisherige Dienststelle stieß in den vergangenen Jahren nicht nur räumlich an ihre Kapazitätsgrenzen. Das verheerende Hochwasser im Jahr 2024 führte drastisch vor Augen, wie verwundbar die kritische Infrastruktur im Tal aktuell ist: Damals wurden die Fahrzeuggaragen der Retter mehr als einen Meter tief überflutet – ein Zustand, der im Ernstfall die Einsatzbereitschaft massiv gefährdet.
Der neue Standort in der Hofstadtgegend, für den die Marktgemeinde Frankenfels das Grundstück zur Verfügung gestellt hat, ist strategisch optimal gewählt und garantiert absolute Hochwassersicherheit. Damit bleibt der Samariterbund auch bei extremen Elementarereignissen zu 100 Prozent einsatzfähig.
Neuer RTW-C-Standort: Platz für die „rollenden Intensivstationen“
Neben dem Schutz vor Naturkatastrophen verlangen auch die rasanten technologischen Entwicklungen in der Notfallmedizin moderne bauliche Rahmenbedingungen. Frankenfels ist fest als künftiger RTW-C-Standort eingeplant. Die dort stationierten Rettungstransportwagen (RTW) fungieren als hochentwickelte, mobile Intensivstationen. Durch ihre Spezialausstattung benötigen diese Fahrzeuge deutlich mehr Platz und eine spezialisierte Lade- und Logistik-Infrastruktur, die im Altbestand schlicht nicht realisierbar gewesen wäre.
„Für die Arbeit des Samariterbundes, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tagtäglich Menschenleben in Niederösterreich retten, ist es enorm wichtig, die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Wir haben nicht nur hervorragend ausgebildete Sanitäterinnen und Sanitäter sowie modern ausgestattet Rettungsfahrzeuge, sondern brauchen auch zeitgemäße und sichere Stützpunkte.“
– Hannes Sauer, Präsident des Samariterbund Niederösterreich
Ein 2,6-Millionen-Euro-Projekt getragen von Gemeinschaft
Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Großprojekt beläuft sich auf rund 2,6 Millionen Euro. Finanziert wird die Summe durch ein solides Fundament aus öffentlichen Förderungen, Krediten, regionalen Spenden sowie einem beachtlichen Anteil an Eigenleistungen: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASBÖ packen selbst tatkräftig auf der Baustelle mit an, um das neue gemeinsame „Zuhause“ der Rettungsmannschaft Realität werden zu lassen.
„Dieser Spatenstich ist ein Versprechen an die Zukunft und an die Sicherheit unserer Bevölkerung. Wir schaffen hier eine moderne Zentrale, die auch bei künftigen Herausforderungen und Elementarereignissen einsatzfähig bleibt.“
– Manfred Hößl, Obmann des ASBÖ Frankenfels/Schwarzenbach
Mit diesem Neubau setzt der Samariterbund ein unübersehbares Zeichen für die nachhaltige Stärkung der Lebensqualität und ländlichen Infrastruktur im gesamten Pielachtal.









